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Guido Schaefer GmbH
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Erhöhung der Fördermittel für Erneuerbare Energien Mehr Förderung für Biomasse, Solarthermie und Wärmepumpen seit April 2015

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern durch das MAP (Marktanreizprogramm) bereits seit einigen Jahren Investitionen in Heizanlagen, die erneuerbare Energien nutzen. Zu April 2015 werden die Konditionen angepasst. Hauptsächlich gelten diese Fördermittel für die Errichtung von Anlagen im Gebäudebestand, aber auch Anlagen in Neubauten können gefördert werden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Was hat sich verändert? Welche Förderungen sind in Aussicht? Wir informieren Sie.

Link zur Orginal-Pressemitteilung:
http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=695344.html

Solarthermie

Solare Brauchwasseranlagen werden wieder gefördert! Während Photovoltaik-Anlagen die Energie der Sonne in Strom umwandeln, können Solarthermie-Anlagen Sonneneinstrahlung in nutzbare Wärmeenergie umwandeln. Damit kann zum Beispiel das Wasser zum Duschen erhitzt oder auch eine Heizung betrieben werden. Eine solche Anlage wird mit mindestens 2.000 € durch das MAP gefördert. Neu ist auch, dass nicht nur die Größe (m²) der Solaranlage berücksichtigt wird, sondern auch die tatsächliche Wärmeausbeute durch eine innovative, ertragsabhängige Förderung bezuschusst wird.

Förderbeispiel:
Mit einem Öl-Brennwert-Heizsystem mit solarer Warmwasser- und Heizungsunterstützung können Sie eine Förderung von bis zu 2.500 Euro in Anspruch nehmen.

Pellets und Biomasse

Für moderne Kessel mit Pelletnutzung wird die Förderung von bisher 2.400 € (gültig bis 31.3.2015) auf 3.000 Euro erhöht. Pelletkessel mit einem sogenannten Pufferspeicher erhalten zukünftig sogar 3.500 € Förderung bei Neuanschaffung dieses Anlagentyps. Besitzer bestimmter Scheitholzöfen oder Pelletöfen mit Wassertasche können pauschal mit 2.000 € rechnen. Ob Sie nun mit Holzpellets, Holzhackschnitzeln oder mit einem effizienten Scheitholzvergaserkessel heizen möchten, es kann gefördert werden - der Zuschuss variiert je nach Technologie - ist aber immer attraktiv.

Förderbeispiele:
Erhöhung der Mindestförderung für

  • Pelletkessel ohne Pufferspeicher von 2.400 auf 3.000 Euro
  • Pelletkessel mit Pufferspeicher von 2.900 auf 3.500 Euro
  • Pelletkaminöfen mit Wassertasche von 1.400 auf 2.000 Euro

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen Energie aus der Umwelt und können als Energiequelle, z.B. für die Erwärmung von Wasser oder auch zum Heizen (z.B. Fußbodenheizung), verwendet werden. Bestimmte Wärmepumpen eignen sich im Sommer auch zum Kühlen, durch Umkehrung des Wärmeprozesses. Die Fördermittel im Bereich der Wärmepumpen wurden durch die Änderungen des MAP angehoben. Für Erdwärmepumpen mit Erdsonden wird eine qualitätsgesicherte Bohrung und eine Bohrschadensversicherung verlangt, dafür erhalten Sie im Zuge der Novellierung auch eine leistungsgestaffelte Förderung von mindestens 4.500 €. Bei Erdwärmepumpen ohne Erdsonde und bei Wasserwärmepumpen fallen die Förderbeträge mit 4.000 € ebenfalls sehr hoch aus. Im Bereich der Luftwärmepumpe gibt es keine Erhöhung - sie werden mit den gleichen Sätzen gefördert wie bisher.

Ihr Weg zur Förderung

Für private Hauseigentümer, die z. B. eine Solarthermieanlage, eine Biomasseheizung oder eine Wärmepumpe einbauen, geht das in fünf einfachen Schritten:

  • Eine förderfähige Heizungsanlage auswählen (z.B. mit einem Energieberater)
  • Heizung installieren lassen und in Betrieb nehmen
  • Förderantrag unter www.bafa.de herunterladen
  • Förderantrag ausfüllen und unterschreiben. Fachunternehmererklärung vom Handwerker und Belege beifügen.
  • Den vollständigen Förderantrag innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme der neuen Heizung beim BAFA einreichen

Quelle: MAP Information des BMWi

Unternehmen und Kommunen

Nicht nur Privatpersonen profitieren von den Verbesserungen des MAP (Marktanreizprogramm). Kleine und mittlere Unternehmen erhalten, durch das von der KfW betreute Programm "Erneuerbare Energien Premium", 10% mehr Förderungen durch den sogenannten KMU-Bonus. Außerdem sind jetzt auch Großunternehmen in allen Programmteilen uneingeschränkt berechtigt Förderanträge zu stellen. Gerichtet sind diese Förderungen an Investoren (gewerblich oder kommunal), die Errichtungen von größeren Wärmeanlagen, -netzen oder -speichern als Ziel haben. Einen Überblick für diese Art der Förderungen erhalten Sie hier: Tilgungszuschuss - Förderung KfW-Teil.

Förderbeispiel Pelletkessel + Solar

Kombination Pelletkessel + Solaranlage

In einem Einfamilienhaus mit

  • 15-kW-Pelletkessel
  • Pufferspeicher (Mindestvolumen 40 l/m² bei Flach-, 50 l/m² bei Röhrenkollektoren)
  • drei Solarkollektoren mit einer Bruttofläche von 9 m²
Basisförderung Pelletkessel mit Pufferspeicher 3.500 Euro
+ Basisförderung Solarkollektoranlage 2.000 Euro
+ Kombinationsbonus 500 Euro
   
Fördersumme insgesamt 6.000 Euro

Förderbeispiel Pelletofen + Solar

Kombination Pelletofen + Solaranlage

In einem Einfamilienhaus mit

  • 8-kW-Pelletofen mit Wassertasche
  • vier Solarkollektoren mit einer Bruttofläche von 10 m²
Basisförderung Pelletofen mit Wassertasche 2.000 Euro
+ Basisförderung Solarkollektoranlage 2.000 Euro
+ Kombinationsbonus 500 Euro
   
Fördersumme insgesamt 4.500 Euro